Reisebeschreibung Eisbären Tour

















Spitzbergen

Der besondere Reiz an Spitzbergen ist sicherlich die Tatsache, dass dieses Land trotz seiner mit Irland vergleichbaren Größe eine nahezu unbesiedelte, urtümliche Wildnis geblieben ist. Die atemberaubende Landschaft wird nur von ca. 30.000 Touristen jährlich besucht. Im Sommer liegen die Temperaturen zwischen 3 und 9 ° C. – an manchen Tagen kann es bis zu 20 °C. warm werden! Genauso ist mit Kälteeinbrüchen bis zu – 5 ° C. zu rechnen. Durch die moderaten Temperaturen im Sommer sehen Sie an Land die Tundra blühen. Tausende von kleinen Blütenpflanzen verwandeln den Permafrostboden an sonnigen Stellen in einen bunten Blumenteppich. Um die nahezu unberührte Landschaft in Ihrer Ursprünglichkeit zu erhalten gilt bei allen Landgängen der oberste Grundsatz: Hinterlasse nichts als Fußabdrücke und nehme nichts mit außer Erinnerungen und Fotos. Doch leider wird vom Golfstrom immer wieder massenweise Müll angeschwemmt. Um unseren Beitrag zum Naturschutz auf Spitzbergen zu leisten, wird jeder Teilnehmer am Ende der Tour gebeten, einen Strand von Unrat zu säubern.


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Ihr Expeditionsschiff

Sie haben je nach Termin die Wahl zwischen zwei ausgezeichneten und empfehlenswerten Expeditionsschiffen. Zum einen können Sie mit der M/V „Antarctic Dream“ reisen: Dieses Schiff kommt aus einer holländischen Werft und wurde 2005 für Expeditionen umgebaut und erneuert. Es fasst bis zu 84 Passagiere in 29 Doppelkabinen mit Privatbad, 6 Superior-Kabinen und 4 Suiten. Die Die M/V „Antarctic Dream“ läuft unter der Flagge Panamas und hat eine 18köpfige chilenische Crew sowie eine internationale Expeditionsleitung mit deutsch- und englischsprachigen Arktis erfahrenen Wissenschaftlern. Sie finden an Bord einen gemütlichen Speisesaal, Aussichts-Lounge, Bar, Bibliothek, Fitnessraum mit Sauna und eine Boutique.


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Zum anderen können Sie sich auch für die M/V „Plancius“ entscheiden. Dieses Schiff wurde 1976 gebaut und wird im Sommer 2009 das erste Mal nach einer kompletten Überholung für Expeditionen eingesetzt. Das 89 m lange Schiff fast bis zu 112 Passagieren in 4 Dreibettkabinen mit Privatbad, 40 Doppelkabinen mit Privatbad und 10 Superior-Kabinen. Es verfügt über 3 Dieselmaschinen und erreicht eine max. Geschwindigkeit von 12 Knoten / h (ca. 22 km/h). Die M/V „Plancius“, mit einer Eisklasse von A3, läuft unter holländische Flagge und hat eine 30köpfige internationale Crew.

 

Eisbären

Der Bestand der Eisbären auf Spitzbergen wird auf ca. 3.500 Tiere geschätzt. Diese verteilen sich auf eine Fläche von 63.000 km² . Da Sie sich jedoch im Sommer vorwiegend an der Nordküste tummeln, um ihre Lieblingsbeute – die Ringelrobben – zu erbeuten, ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß einen Eisbären zu Gesicht zu bekommen. Auf etwa 9 von 10 Expeditionen wurden bislang die weißen Riesen gesichtet. Eisbären sind die größten Landraubtiere unserer Erde. Das schwerste Männchen auf Spitzbergen wog 850 kg! Und obwohl sie behäbig wirken, können sie im Spurt eine Geschwindigkeit von bis zu 60 km/h erreichen. Deswegen ist es verständlich, dass Sie bei sämtlichen Landgängen bewaffneten Geleitschutz erhalten. Den König der Arktis in seiner natürlichen Umgebung zu beobachten, ist eines der bewegendsten Erlebnisse, die es auf unserer Erde gibt. Es gehört jedoch viel Geduld dazu, einen Eisbären inmitten des Packeises zu entdecken.

Tiere der Arktis

Weit weniger gefährlich sind die weiteren Säugetiere Spitzbergens. Der Polarfuchs ist überall dort anzutreffen wo Vögel brüten. In der Nähe einer Vogelkolonie lässt er sich manchmal bei der Jagd auf kleine Krabbentaucher oder andere Bodenbrüter beobachten.

Die bis zu 3,50 m großen massigen Walrosse sehen mit ihren Stoßzähnen zwar gefährlich aus. Wenn man sie aber auf einer Eisscholle ruhend entdeckt, kann man sich ihnen im Zodiac bis auf wenige Meter nähern. Noch häufiger im Meer anzutreffen sind Bart- und Ringelrobben. Dagegen sind die elf im Sommer vor Spitzbergen vorkommenden Walarten viel seltener. Am ehesten ist der Weißwal (Beluga) zu sehen, der meist in größeren Schulen auftritt. In den letzten Jahren gab es erfreulicherweise auch immer mehr Sichtungen von Grönland- und Zwergwalen.

Von besonderem Reiz für Ornithologen sind die z.T. gewaltigen Seevogelkolonien und seltene Arten, die kaum anderswo beobachtet werden können. Hierzu zählen die Krabbentaucher, die kleinste Alkenart, und die Elfenbeinmöwe. Rund 160 Vogelarten wurden bislang in Spitzbergen gesichtet. Zu den häufigsten Brutvogelarten zählen die Weißwangengans, die Eiderente und die Meeresstrandläufer.

 

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