Reisebeschreibung:
Borneo Orang-Utan-Tour

Wohl kein Tier Südostasiens ist so faszinierend wie der Orang Utan. Sein menschenähnliches Wesen und die ausdrucksstarke Mimik haben zu seinem Namen geführt, der „Waldmensch“ bedeutet. Auf dieser Tour lernen Sie gleich zwei Auswilderungsstationen kennen und auch Sie werden verzaubert sein von dem fesselnden Charme der jungen Orang-Babies. Auf mehreren leichten Wanderungen und Bootstouren können Sie auch im Regenwald auf Pirsch nach frei lebenden Orang Utans gehen. Doch diese Tour hat noch mehr zu bieten: Sie übernachten in einem Langhaus mitten im Dschungel und können bei den Waldwanderungen auf Nasenaffen, Nashornvögel und Gibbons stoßen. Bei einem Ausflug zu den Höhlen im Gunung-Mulu-Nationalpark erleben Sie den allabendlichen Ausflug von tausenden Fledermäusen. Borneo ist voller exotischer Tiere.

Orang Utans – die Waldmenschen Borneos

Orang Utans sind die einzigen Menschenaffen Asiens. Sie kommen in zwei isolierten Unterarten auf Sumatra und Borneo vor, wobei die Borneo-Orangs weitaus imposanter sind. Der Name kommt aus dem Indonesischen und bedeutet Waldmensch. Tatsächlich halten noch heute einige indigene Stämme ihn nicht für ein Tier. Selbst Carl von Linné hat den Orang Utan in seiner Nomenklatur als Homo (Mensch) eingeordnet. Die heutigen Bewohner Borneos haben meist weit weniger Respekt vor den größten auf Bäumen lebenden Säugetieren. Vielmehr werden die süßen Orang-Babies ihren Müttern abgejagt, die dabei oft leidvoll sterben. Die Babies werden dann auf dem Schwarzmarkt für bis zu 25.000 US$ an reiche Unternehmer verkauft, bei denen sie dann als lebendes Spielzeug ihr Dasein fristen. Diese Praxis wird glücklicherweise von staatlichen Stellen in Malaysia verfolgt und die Orang-Jungtiere zu dutzenden beschlagnahmt. In mehreren Rehabilitationszentren werden große Anstrengungen unternommen die traumatisierten Kleinen wieder an das Leben in freier Wildbahn zu gewöhnen.



Die Auswilderungsstationen

Sie besuchen bei dieser Reise gleich zwei Schutzprojekte: die Station Semenggok bei Kuching und Sepilok bei Sandakan. In beiden Stationen werden illegal gehandelte Jungtiere aufgepäppelt und zunächst in Quarantänestationen gehalten, um auf Affen übertragbare Krankheiten zu vermeiden. Jeder Besucher muss daher kerngesund und frei von ansteckenden Krankheiten sein.
Die Begegnung mit den unglaublich menschlich wirkenden Orang-Babies gehört zu den emotionalsten Erlebnissen, die man auf Tierreisen haben kann. Wenn man nicht aufpasst, klettern die Kleinen auf die Besucher und ihr Klammerreflex ist so stark, dass sie ihre neue Ersatzmutter partout nicht mehr loslassen. Das kann sehr anstrengend werden, da sie bis zu 15 kg schwer sind und gern mal die Ohren oder Nase anknabbern. Für gewöhnlich bleibt daher der direkte Kontakt den erfahrenen Pflegern vorbehalten. Beim Rundgang durch die Stationen wird ihnen das Schutzkonzept näher erläutert. Die Rehabilitationsprojekte tragen entscheidend dazu bei den illegalen Handel immer mehr einzudämmen: die Behörden konfiszieren nur dann die niedlichen Affen, wenn sie wissen wo sie danach untergebracht werden. Auf diesem Wege konnten schon hunderte von Orang Utans gerettet werden!

Nasenaffen

Der Nasenaffe, oder auch Proboscis Affe (/Nasalis larvatus/), kommt ausschließlich auf Borneo vor, wo er Mangrovenwälder und tiefergelegene Regenwaldgebiete bewohnt. Erspäht man einen männlichen Nasenaffen, erkennt man sofort woher der Name stammt: die Männchen verfügen über eine auffällig lange, gurkenförmige Nase. Die Stupsnasen der Weibchen sind dagegen wesentlich kleiner. Mit einer Maximalgröße von 75 cm ist der orangefarbene Nasenaffe der größte asiatische Vertreter der Unterfamilie der Schlankaffen. Betrachtet man den dicken Bauch dieser Tiere, klingt diese Bezeichnung jedoch recht ironisch. Grund für den großen Bauch ist ein komplex gekammerter Magen, der große Mengen an Blättern aufnehmen und verdauen kann, die für andere Arten ungenießbar sind.

 

 

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