Reisebeschreibung:
La Gomera Delphin Tour

Umweltinfo

Auf den Kanarischen Inseln gibt es Whale-Watching im Süden von Teneriffa und La Gomera. Auf der Nachbarinsel Teneriffa wurde in den letzten Jahren viel Geld mit den Touren verdient, ohne auf die negativen Auswirkungen für die Meeressäuger zu achten. Täglich fahren mehrmals über 30 Boote mit bis zu 250 Gästen an Bord zu den dort lebenden Grindwalen (2005- 600.000 Gäste). La Gomera ist ein Beispiel für „sanftes Beobachten“ der Meeresbewohner. Nur zwei bis drei kleine traditionelle ehemalige Fischerboote, fahren mit maximal 12 Personen (weniger als 10.000 Gäste pro Jahr) hinaus auf's Meer.

Weitere Aktivitäten

(vor Ort bei der Reiseleitung buchbar): Tageswanderungen im Valle Gran Rey auf eigene Faust z.B. zum „El Guro“ Wasserfall, Inselausflüge per Rad oder Mietwagen für 30-50 €, weitere geführte Wandertouren für ca. 30 € oder Ganztages-Bootstour mit der „Tina“ um die Insel inkl. Essen (ca. 35 €) oder Tauchschnupperkurs, Aqua-Wellness (Körperarbeit im warmen Wasser) oder Segeltörn oder, oder, oder....

Anreise und Unterkunft

Vom Flughafen Teneriffa-Süd fahren Sie zum Hafen in Los Cristianos. Von dort geht es mit der Fähre direkt ins sonnige Valle Gran Rey. Nach knapp zweistündiger Fährüberfahrt erreichen Sie das wunderschöne „Tal des großen Königs“. Sie wohnen in hübschen Apartmentwohnungen im Hafenort des Valle Gran Rey (Vueltas) in der Nähe des Meeres und am Fuße des mächtigen Tales. Ihre Unterkunft verfügt über Schlafraum, Bad und Aufenthaltsraum mit Küche bzw. Kitchenette sowie Balkon. Zum Strand, zum Hafenviertel mit seinen vielen Restaurants & Supermärkten sowie zu den einzelnen Orten im Tal sind es nur ein paar Minuten.


Die Delphin-Touren

Die Gewässer vor La Gomera sind ein besonderer Ort, um freilebende Wale und Delphine zu sehen.
Als Vorstandsmitglied des gemeinnützigen Vereins M.E.E.R. e.V. informiert Susanne Braak Sie über das Vorhaben vor Gomera ein Meeresschutzgebiet einzurichten. In drei Vorträgen erfahren Sie alles Wissenswerte über die Meeressäuger und die neuesten Forschungsergebnisse. Bereits seit 10 Jahren fährt Ihre Reiseleiterin mit den Booten hinaus und erzählt Ihnen gern von ihren außergewöhnlichen Erlebnissen mit diesen sanften Geschöpfen. Die Delphin-Touren werden in kleinen ehemaligen Fischerbooten durchgeführt und dauern ca. 4 Stunden. Um das Vertrauen der Meeressäuger zu gewinnen, nähern Sie sich mit dem Boot stets vorsichtig und respektvoll. Die Delphine und Wale bestimmen den Kontakt – meistens sind sie recht kontaktfreudig.
Die Grindwale gehören zu einer großen Population, die ständig vor den Kanaren anzutreffen ist. Die eleganten, bis zu 7 m langen Geschöpfe werden auch Pilotwale genannt. Über 600 Individuen sind hier zu beobachten. Die Rauhzahndelphine, eine wenig bekannte Art, sind sehr neugierig, oft etwas vorwitzig - fast frech. Im Frühjahr werden häufig große Schulen von Gewöhnlichen Delphinen gesichtet. Atlantische Fleckendelphine gehören zu den lebhaftesten aller Meeressäuger, oft reiten sie auf der Bugwelle unserer Boote. Manchmal begegnen wir Gruppen, die mehrere hundert Tiere umfassen. Die Bartenwale ziehen im Frühjahr und im Herbst durch die Gewässer der Kanarischen Inseln. Vor La Gomera haben wir u.a. schon Finnwale, Seiwale und sogar einmal die gigantischen Blauwale beobachtet. In den Monaten März bis Mai werden für gewöhnlich die meisten Delphine gesichtet. Die Sichtungswahrscheinlichkeit liegt in dieser Zeit bei über 90 %. In den übrigen Monaten liegt sie immerhin noch bei ca. 80 %. Einige Arten wie die Großen Tümmler sind das ganze Jahr da, andere nur zu bestimmten Zeiten (Frühjahr und Herbst). Man kann also das ganze Jahr hindurch Delphin-Touren auf La Gomera machen.

Die Inselausflüge

Ein Ausflug mit einer Wanderung im grünen Herzen gehört zum absoluten Muss. Mit 90 km² nimmt der Nationalpark Garajonay fast ein Viertel der gesamten Inselfläche ein. Gut begehbare Waldwege führen in das romantische Herzstück des Märchenwaldes. Auf üppigem Moosbett wachsen knorrige 20-30 m hohe Lorbeerbäume. Er gilt als der besterhaltene Loorbeerwald der Welt, der hier prächtig unter den Passatwolken gedeiht. Über 50 Farnarten, die teilweise bis zu 1,50 m hoch werden, bilden den Unterwuchs. Ein Heidekraut wird hier gigantische 15 m hoch. Und überall hängen meterlange Bartflechten von den Bäumen herab. Man kommt sich hier vor wie im Regenwald.
Ein ganztägiger Inselausflug mit dem Auto führt zu sehenswerten Plätzen und atemberaubenden Ausblicken der Insel. Sie sehen versteckte Quellen und verschlafene Dörfer. Der krönende Abschluß dieser Tagestour ist ein typisch gomerianisches Essen bei Senora Efignia in Las Hayas. Weitere (optionale) Wanderungen und Ausflüge führen z.B. von dem Dorf Igualero auf den faszinierenden Fortaleza-Tafelberg. Beim Aufstieg begleitet Sie der atemberaubende Blick in den Barranco von Erque, einem verlassenen Dorf weit unten im Tal. Oder Sie erkunden den grünen Norden der Insel oder die einzigartige Gegend zu Füßen des Roque Agando mit einer Wanderung zum entlegenen Dorf Benchichigua. Diese Wanderungen sind vor Ort bei Ihrer Reiseleiterin buchbar.

 

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