Reisebeschreibung:
Peru Riesenotter und Tapire

Manu Biosphärenreservat

Das Gebiet um den Rio Manu gehört zum Besten was die Natur auf unserer Erde zu bieten hat: ein intaktes geschlossenes Regenwaldgebiet auf einer gewaltigen Fläche von 2 Millionen Hektar. Der enorme Artenreichtum und seine Unberührtheit hat die UNESCO dazu bewogen den Manu-Nationalpark 1987 zum Weltnaturerbe der Menschheit zu erklären. Damit ist der Park der größte geschützte Urwald weltweit. Pro Hektar konnten Wissenschaftler bisher über 200 Säugetierarten, mehr als 200 Baumarten und über 1.000 Vogelarten entdecken . Damit kann jede neunte Vogelart der Welt im Park gesichtet werden! Am auffälligsten sind die kunterbunten Kolibris, die punkähnlichen Hoatzins und der knallige Rote Felsenhahn. Der Nationalvogel Perus ist der Paradiesvogel Südamerikas. Unter den 13 im Park vorkommenden Affenarten sind u.a. Zwergseidenäffchen, Kaiserschnurrbart- und Baumrückentamarine zu finden. Eine Besonderheit ist der Musmuqui, der einzige Nachtaffe der Welt. Die Tamarine gehören zu den sogenannten Krallenäffchen und sind die kleinsten Affen der Welt. Die größten hier lebenden Affen sind die Klammeraffen. Heimisch sind außerdem Brillen- und Mohrenkaimane, Ameisenbären, Flachlandtapire und Jaguare. Doch die VIPs des Manu-Nationalparks sind die äußerst agilen Riesenotter. Sie haben hier eines ihrer letzten Rückzugsgebiete gefunden und lassen sich recht sicher beobachten.

Riesenotter

Sie zählen zu den größten Raubtieren Amazoniens und werden von den Einheimischen Lobo del Río genannt – Wölfe der Flüsse. Tatsächlich haben Sie gewisse Ähnlichkeit mit den Landräubern: sie leben als einzige Otterart in großen Rudeln und sind mit ihren spitzen Zähnen sehr wehrhaft. Durch ihre schiere Körpergröße haben sie nahezu keine Feinde. Selbst ein Jaguar muss sich vorsehen vor ihnen. Mit ihren zwei Metern muskelbepacktem Körper gehören Sie neben Jaguar, Tapir, Kaiman und Anaconda zu den Big Five Südamerikas. Die Wahrscheinlichkeit Reisenotter zu sehen liegt bei ca. 80 %. Sie können die Riesenotter dabei beobachten wie sie unglaublich schnell durch die Fluten pflügen, an Land faulenzen und frischen Fisch vertilgen. Ihre sehr aktive Lebensweise benötigt viel Energie. Daher fressen Sie jeden Tag etwa 4 kg Fisch. Das entspricht ca. 15 % ihrer Körpergröße. Das große Fressen beginnt schon in den frühen Morgenstunden. Mit lautem Schmatzen verschlingen Sie gierig den ersten zappelnden Fische. Dabei wird das Boot mit den Touristen nur flüchtig Beachtung geschenkt - die Familie hat sich längst an die Besuche der seltsamen Zweibeiner gewöhnt.

Tapire und Jaguare

Flachlandtapire sind mit bis zu 250 kg Körpergewicht die größten Landsäugetiere Amazoniens. Man erkennt sie sofort an ihrem lang gezogenen Kopf mit dem kurzen Rüssel und den staksigen Beinen. Doch die Tapire sind meist im dichten Unterholz versteckt und noch dazu nachtaktiv. Daher besteht die einzige Chance sie zu sehen sie bei einer Mineralienlecke aufzuspüren. Bei einer nächtlichen Exkursion zu einer regelmässig frequentierten Säugetierlecke können Sie die Tiere mit höchster Wahrscheinlichkeit von einer Beobachtungsplattform beobachten. Jaguare sind die größten Wildkatzen Südamerikas. Doch sie zu sehen ist reine Glückssache. Eine berechtigte Chance hat man jedoch in Manu: bei ca. jeder 10. Tour werden Jaguare am Fluss gesichtet!

Machu Picchu

Machu Picchu ist Legende. Eine Hauptattraktion für Südamerika-Reisende und wohl eines der bekanntesten Kulturdenkmäler der Welt. Die Inkafestung liegt erhaben auf einem Berggipfel in 2.500 m Höhe und gibt uns heute noch Rätsel auf: War es eine Sommerresidenz der Inkakönige, Fluchtburg, eine Stadt der Magier und Astrologen oder gar eine Universität? Fest steht, dass Machu Picchu eine strategisch wichtige Inkafestung war, auf die alle Inkawege sternförmig zuliefen. Die Stadt war so gut wie autark und konnte sich über die „hängenden Gärten“ selbst versorgen. Während einer ausgedehnten Führung lernen Sie viel Details des Weltkulturerbes kennen. Da Sie in der Nähe übernachten, können Sie früh morgens den Sonnenaufgang in der Ruinenstadt erleben – noch vor Ankunft der nächsten Touristenbusse.

 

 

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